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Neue Perspektiven der Betrachtung parasitärer Infektionen beim Tier  wissenschaftlich basierte Diagnostik und Beratung

Aufgrund meiner jahrelanger Forschung an verschiedenen Tierarten und der Beobachtung natürlicher Parasiteninfektionen bei sowohl Haus-, Zoo- als auch Wildtieren konnte ich aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse nicht mehr am üblichen Umgang mit parasitären Infektionen festhalten. Der Körper ist zu komplex, um eine Erkrankung nur anhand eines Parameters zu beurteilen, und um die Ursache für ein Symptom (üblicherweise Meteorismus, Durchfall, Erbrechen) zu finden, sollte die Betrachtung am besten ganzheitlich erfolgen. Meine Diagnostik bietet Ihnen die Möglichkeit, neben den üblichen Nachweisverfahren von Endoparasiten auch den allgemeinen Zustand Ihres Tieres anhand mehrerer diagnostischer Parameter zu betrachten und daraufhin gezielter die Symptomatik zu therapieren.

Meine Expertise liegt vor allem in der Erkennung von organischen Anomalien und der Unterstützung einer gesunden und natürlichen Mikroflora des Darms. Diagnostik verstehe ich als Werkzeug: Ich verwende nur Verfahren, die ich über Jahre hinweg selbst erprobt oder innerhalb meiner Studien als hinweisgebend eingestuft habe. Bei der Empfehlung der passenden Methoden,  verzichte ich bei wirtspezifischen Parasiten bewusst auf die Detektion von Antikörpern, da deren Nachweis keine relevanten Informationen über die Infektion verrät und zudem hohe Kosten verursacht. Ich befürworte und bewerte hingegen verschiedene Blutparameter, die im Zusammenhang mit der Effektivität des Immunsystems und der organischen Gesundheit stehen. Ein besonderes Augenmerk lege ich auf endokrine Faktoren und den Zusammenhang von Stoffwechselanomalien und Stress.

Viele der heutigen auf koproskopische Diagnostik (Parasitendiagnostik über den Kot) spezialisierten Labore versprechen die Eindämmung von Resistenzen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Anthelminthika (Wurmkuren). Leider unterstützen sie dennoch die prophylaktischen Behandlungen gegen Infektionen und beurteilen die sogenannten “Nullausscheider” unter den Tieren als stets potenziell gefährdet und somit behandlungsbedürftig. Es wird auch keine weiterführende Diagnostik in Bezug auf organische Insuffizienzen oder auf die Abklärung von Verdauungsanomalien empfohlen. Diese Vorgehensweise fördert jedoch die Ausbreitung von Resistenzen, übersieht die eigentlichen Ursachen der Symptome und kann den Tieren zudem Schaden zufügen. Der bessere Weg ist eine Kombination aus fachspezifischer Diagnostik, ganzheitlicher Betrachtung des Immunsystems und einer gezielten Unterstützung des Tieres bei einer Infektion.

Ein für mich wichtiger Punkt ist die Anerkennung des Risikos der Nebenwirkungen von Anthelminthika bzw. aller Medikamente die bei Mensch und Tier zum Einsatz kommen. Sie werden oftmals verharmlost, während Folgeschäden insb. an Organen und am Darm (Mikrobiom) nicht erkannt werden. Zunehmend mehr Tierbesitzer berichten von Symptomen, die unmittelbar nach der Verabreichung auftreten, wie Durchfall, Koliken und sogar schweren neurologischen Schäden, und ziehen daher in Betracht, zukünftige Behandlungen zu vermeiden. Insbesondere bei Pferden gibt es keinen einheitlichen Umgang mit Parasiten. Es hat sich etabliert, dass Pferdebesitzer ihren Tieren zwei bis viermal jährlich eine oft nicht an den Befund angepasste Wurmkur verabreichen, wobei der Nutzen fraglich ist und Folgeschäden für den Darm und die Organe oft unbemerkt bleiben oder falsch zugeordnet werden. Bei Hunden und Katzen hingegen wird die Tablette beim jährlichen Tierarztbesuch mitgenommen und ohne jegliche Diagnose und ohne Kontrolle der Wirksamkeit verabreicht. Neben- oder Folgewirkungen werden auch häufig fehlinterpretiert. Wenn Sie diese Vorgehensweise ebenfalls als fragwürdig empfinden, empfehle ich Ihnen, Ihre bisherige Herangehensweise zu überdenken und die Gesundheit Ihres Tieres ganzheitlicher zu beurteilen. Statt prophylaktisch zu entwurmen, könnten Sie in Erwägung ziehen, es gezielt zu unterstützen und Schäden durch Infektionen vorzubeugen.

In meinem hauseigenen Labor untersuche ich Proben verschiedenster Tierarten. Pferde sind aufgrund meiner Expertise durch meine langjährigen Forschungsergebnisse diejenige Art, bei der ich eine koprologische Beurteilung inkl. pH-Wert und Beschaffenheitsanalyse anbieten kann. Bei Hunden und Katzen empfehle ich bezüglich chronischer Verdauungsanomalien neben der koproskopischen Diagnostik die Beurtzeilung der Kotflora in einem meiner Partnerlabore.

Bei Hunden, Katzen, Nutz- und Kleintieren, untersuche ich den Kot mittels ähnlicher Verfahren, wie beim Pferd. Was sich unterscheidet, ist die Methodik beim Sammeln des Kots (siehe Anleitung) und die Menge bei der Diagnostik. Mittels Flotationverfahren lassen sich viele gängige Protozoen, Nematoden, Cestoden und teilweise auch Trematoden nachweisen. Jede Tierart hat auf sie spezialisierte Endoparasiten, welche sich in ihrem fortpflanzungsfähigen Stadium aufgrund ihrer Vermehrungsstrategie über den Kot nachweisen lassen.

Bei einem positiven Nachweis können Sie sich bezüglich des Umgangs und des weiteren Vorgehens an mich wenden. Ich stehe Ihnen sowohl bei Rückfragen zu Befunden, dem allgemeinen Parasitenmanagement, als auch für weitere Untersuchungen zur Abklärung von Verdauungsanomalien wie Erbrechen, Durchfall, Meteorismus, schleimigem Kot, Verstopfung, etc. beratend zur Seite. Wenn Sie zudem tieferes Verständnis über Infektionen und den Umgang des Immunsystems mit Parasiten, oder sich über natürliche Mittel gegen Parasiten informieren möchten, empfehle ich die Teilnahme an meinen Seminaren und Vorträgen.

Wenn Sie Ihr Tier bei mir vorstellen möchten, stehen Ihnen zwei Vorgehensweisen zur Auswahl:

  • Erste Option: Eine Überprüfung des aktuellen Infektionsstatus (Endoparasiten), ohne dass Symptome oder Erkrankungen berücksichtigt werden sollen. Sollten mir Anomalien im Kot auffallen, so werden diese in dem Abschlussbericht vermerkt. Das weitere Vorgehen kann individuell abgestimmt werden.

  • Zweite Option: Es erfolgt eine umfassendere Untersuchung hinsichtlich der Symptomatik, demnach auch eine Kotflora-Diagnostik mit zusätzlichen Schleimhaut- und Entzündungsparametern (letztere sind nur bei Hund und Katze möglich). Bei der Anamnese bewerte ich neben der von mir durchgeführten Diagnostik auch parasitologische Fremdbefunde, Blutuntersuchungen, Kotflora und Durchfallscreenings.

Bitte füllen Sie die Antragsformulare mit Blick auf die für die Anamnese relevanten Informationen aus. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail zur Verfügung.​​​​​​​​​​​

 

 

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