Gesundheit beginnt mit dem Futter
Bei der Fütterung unserer Tiere neigen wir aus zeitlichen und logistischen Gründen oft dazu, die naheliegendsten Optionen zu wählen. Der Markt bietet eine Vielzahl von Produkten, die versprechen, unsere Tiere optimal und mit minimalem Aufwand zu versorgen. Leider stammen die Inhaltsstoffe der Produkte häufig aus minderwertigen Quellen, wurden durch Hitze und Druck verändert und sind nicht auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Tieres abgestimmt. Ähnlich wie bei uns Menschen kann eine stark verarbeitete und unnatürliche Ernährung das Risiko für Erkrankungen erhöhen und deren Fortschreiten beschleunigen. Trotz zahlreicher Futterberater, die sich auf verschiedene Fütterungsmethoden spezialisiert haben, sowie unzähliger Onlineshops, die versprechen, alle Bedürfnisse der Tiere zu berücksichtigen, sind die meisten Tierbesitzer konzeptlos und überfordert. Dies liegt vor allem daran, dass die Ausbildung der Berater wenig Fachwissen aus den Bereichen der Labordiagnostik oder Medizin vermittelt. Wichtige Diagnosen wie ein Leaky Gut Syndrom und eine ausgeprägte Pilz-besiedlung des Darms, werden in der Regel nicht gestellt und der Gesundheitszustand des Tieres bleibt unbeachtet, was zu diversen Unverträglichkeiten, oder einer Verschlechterung des Allgemeinzustands führen kann.
Die meisten Hunde/Katzen-Besitzer beschäftigen folgenden Themen
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Erbrechen, Durchfall oder weicher, schleimiger Kotabsatz
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stinkende Flatulenz und starker Eigengeruch
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Verweigerung des Futters, oder sogenannte Picky Eater
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häufige Reinfektion mit Endoparasiten
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allgemeine Schwäche und Lethargie
Beim Pferd sind es häufig folgende Themen
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Meteorismus und Gaskoliken
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weicher, heller Kot
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Kotwasser und breiiger Kotabsatz
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Gewichtsabnahme oder hartnäckige Gewichtszunahme
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Leistungsverlust
In vielen Fällen gibt es mehrere Diagnosen, die gleichzeitig behandelt werden müssen. Die Anamnese beinhaltet die Untersuchung von (wenn möglich) Blutparametern, Parasitendiagnostik, Kotflora-Diagnostik inklusive spezieller Schleimhautparameter und die Betrachtung der aktuellen Fütterung (teilweise auch der Haltung) des Tieres. Basierend auf diesen Informationen kann die Fütterung so angepasst werden, dass verschiedene Aspekte berücksichtigt werden.
Unser Angebot für Hunde und Katzen
Ein entscheidender Aspekt zur Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur Anpassung der Fütterung ist die Funktionalität des Darms sowie der endokrinen Drüsen. Durch eine Kot-Analyse (z. B. Enterosan Vet) und spezifische Entzündungs- sowie enzymatische Parameter helfen wir Ihnen, die Fütterung zu optimieren. Dabei achten wir auch auf die Beschaffenheit des Kots (pH-Wert, Farbe, Konsistenz, Verdauungsrückstände) und mögliche parasitäre sowie bakterielle Belastungen. Hierbei versuchen wir, den Einsatz von pharmazeutischen Produkten zu reduzieren und natürliche sowie sanftere Mittel zur Regulierung der Verdauungsorgane sowie zur Stärkung des Immunsystems zu empfehlen (wenn möglich in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt).
Unser Angebot für Pferde
Bei Pflanzenfressern sind die Möglichkeiten zur Beurteilung von Verdauungsanomalien mittels Kotflora-Diagnostik deutlich eingeschränkter als bei Hunden und Katzen. Dennoch bemühen wir uns, die Thematik anhand der Kotbeschaffenheit, des pH-Wertes und dem Nachweis pathogener Keime einzugrenzen. Bei unseren therapeutischen Empfehlungen ziehen wir die Vorgeschichte, einschließlich der Entwicklung der Symptomatik, Klinikberichte und sämtliche Laborbefunde hinzu. Besonders bei chronischen Symptomen empfehlen wir eine umfassende Anamnese, die Blutuntersuchungen, Kotflora- und Parasitendiagnostik umfasst.


